Im Bereich des Zerkleinerungs- und Recyclings von Sekundärmetallen entwickeln sich Blei und Kupfer stetig auf der Grundlage ihrer jeweiligen Industriegrundlagen und Marktbedarfe weiter. Zwischen den beiden Metallen besteht keine absolute Substitutionsbeziehung, doch aufgrund unterschiedlicher Anwendungsbereiche und politischer Richtlinien zeigen sie differenzierte Trends. Unter ihnen hat sich recycliertes Kupfer, gestützt durch die Nachfrage nach Hochwertigkeitsprodukten und die industrielle Modernisierung, zu einem Kernbereich mit größerem Wachstumspotenzial entwickelt.
Die Entwicklung von recycliertem Blei hat eine reife Phase erreicht. Gestützt auf den geschlossenen Kreislauf „Produktion – Recycling – Regenerierung“ von Blei-Säure-Batterien ist es der Nichteisenmetallkategorie mit dem höchsten Recyclingsanteil geworden. Die Umsetzung der Richtlinie zur Aufnahme von recyclierten Bleiingots in das Terminlieferungssystem im Jahr 2026 hat die Branchenentwicklung weiter standardisiert und die Fähigkeiten im Risikomanagement verbessert. Allerdings ist die Anwendung von recycliertem Blei stark auf den Bereich der Akkumulatoren konzentriert. Zudem beschleunigt die verschärfte Umweltaufsicht kontinuierlich den Ausschluss kleiner und mittlerer Produktionskapazitäten. Das Branchenwachstum stützt sich daher mehr auf die Effizienzsteigerung des Bestandsmarktes, wobei der Potenzialraum für Wachstum relativ begrenzt ist.
Recycliertes Kupfer erlebt gerade eine goldene Ära der hochwertigen Entwicklung. Der explosive Wachstum in Bereichen wie Elektrofahrzeugen, Photovoltaik, Energiespeicherung und der Fertigung hochwertiger Ausrüstung hat eine zwingende Nachfrage nach hochwertigem recycliertem Kupfer ausgelöst. Im Jahr 2026 wird der Anteil der Nachfrage nach recycliertem Kupfer durch den globalen Bereich der erneuerbaren Energien im Vergleich zu 2024 um 8 Prozentpunkte steigen. Gleichzeitig liegt der CO₂-Ausstoß bei der Verhüttung von recycliertem Kupfer um mehr als 80 % unter dem von primärem Kupfer. Im Rahmen der grünen Handelsregeln wie des „Dualen Kohlenstoffziels“ und des EU-Kohlenstoffgrenzausgleichsmechanismus hat es sich zur bevorzugten Wahl für produzierende Unternehmen entwickelt, um den CO₂-Fußabdruck zu reduzieren und Handelsbarrieren zu umgehen. Zusammen mit der Weiterentwicklung intelligenter Sortier- und Hochleistungs-Schmelztechnologien verbessern sich Effizienz und Reinheit des recyclierten Kupfers kontinuierlich. Der Anteil der Anwendung in hochwertigen Legierungen wird voraussichtlich von 15 % auf 25 % steigen, was einen beträchtlichen Potenzialraum für Marktwachstum schafft.
Aus der Perspektive der industriellen Praxis im Zerkleinerungs- und Recyclingsbereich verfügt Blei über ein ausgereiftes Recyclingssystem und eine stabile Rohstoffversorgung – es bildet den grundlegenden Gewinnbereich für Recyclingunternehmen. Kupfer hingegen, mit seinem hohen Mehrwert und der starken Marktnachfrage, kombiniert mit der politischen Schwerpunktförderung der hochwertigen Nutzung von recyclierten Nichteisenmetallen, ist zum zentralen Motor geworden, der die technische Modernisierung und das Profitwachstum der Recyclingindustrie antreibt. Die beiden Metalle ergänzen sich gegenseitig. Gestützt sowohl durch die industrielle Modernisierung als auch durch den Anstieg der Nachfrage hat sich recycliertes Kupfer jedoch zum Kern-Trendbereich im Zerkleinerungs- und Recyclingssektor heute und in Zukunft entwickelt.